Buchrezensionen

Tausend strahlende Sonnen – Khaled Hosseini

Mit Khaled Hosseinis Tausend strahlende Sonnen möchte ich mich heute von meiner liebsten Jahreszeit – dem Herbst – verabschieden.

Hosseini erzählt die Geschichte zweier Frauen in Afghanistan, die durch grauenhafte Schicksalsschläge aufeinandertreffen: Nach dem Suizid Miriams Mutter – Miriam ist zu der Zeit 15 Jahre alt – wird sie von ihrem Vater mit dem 45-jährigen Rashid verheiratet. Sie leidet unter ihrer neuen Lebenssituation, aber vor allem unter der Brutalität Rashids. Laila wohnt nicht weit von Miriams neuen Zuhause entfernt. Bei einem Bombardement verliert sie ihre Eltern, sodass Rashid sie zu seiner Zweitfrau machen kann. Auch Laila quält ihr neues Leben und so entsteht, nach kleinen Anfangsschwierigkeiten, eine innige Freundschaft zwischen den jungen Frauen. Sie versuchen sich gegen die Aggressivität Rashids zu wehren, und planen im geheimen eine Flucht aus dem Haus.

Die Worte Hosseinis sind geladen mit viel Gefühl, sodass seine Geschichten, die er erzählt, den Leser nur mitreißen können. Man ist schockiert und gerührt zugleich. Man möchte seine Bücher einfach nicht mehr aus der Hand legen. Der Leser hat dank Hosseinis genauen Beschreibungen, die Möglichkeit, sich das ferne Land Afghanistan vorzustellen, sodass man am Ende das Gefühl hat, schonmal vor Ort gewesen zu sein.

Die meisten Blätter liegen nun auf dem Boden. Ich schließe das Kapitel Herbst für dieses Jahr, stelle das Buch zurück ins Regal und greife zum nächsten. Hallo Winter! Ich bin bereit Weihnachtszeit.

Titel: Tausend strahlende Sonnen
Autor: Khaled Hosseini
Übersetzer: Michael Windgassen
Verlag: Fischer Taschenbuch
ISBN: 978 3596030934
Erscheinungsjahr: Februar 2014
Format: Taschenbuch, 400 Seiten
Preis: 10,99 €

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