Buchrezensionen,  Klassiker

Frankenstein – Mary Shelley

Ich sitze auf meinem Sofa, halte das Buch in der Hand und lese immer und immer wieder den Klappentext. Der Titel sticht mir mit seiner roten Farbe ins Auge. Ich blättere Seite für Seite um und lese die von mir, damals markierten Textpassagen.
Am Anfang meines Studiums, vor gut drei Jahren – es war ein kalter Novembertag und ich lag eingekuschelt in einer Wolldecke auf meinem Bett – las ich diese Geschichte. Ich erinnere mich, dass ich Kerzen anzündete und eine magische Stimmung im Raum lag.
In keiner Sekunde wollte ich den Roman aus meiner Hand legen, denn dafür war ich zu gespannt auf die Geschichte des großen, angsteinflößenden, nach Liebe sehnenden Monster. Ein Monster, das eigentlich nie eines sein und lediglich Freude im Leben empfinden wollte.

Ich lehne mich tief in die dicken Kissen, versinke regelrecht und lasse meine Gedanken schweifen: Was möchte ich euch über dieses Buch mitteilen? Welche Worte werden dieser Geschichte gerecht? Wie kann ich in Worte fassen was ich damals empfand? Als mir die Tränen über die Wange liefen und ich über die Voreingenommenheit der Menschen weinte?

Bei Frankenstein von Mary Shelley fehlen mir tatsächlich die richtigen Worte. Jeder sollte es gelesen haben, denn es ist nicht nur eine spannende Geschichte, sondern auch eine Lehre fürs eigene Leben. Aus diesem Grund bleibt mir heute nur die einzige Bitte an euch, das Buch zu lesen. Es ist ein Meisterwerk in der Welt der englischsprachigen Literatur.

Titel: Frankenstein
Autor: Mary Shelley
Übersetzer: Karl Bruno Leder und Gerd Leetz
Verlag: Insel Taschenbuch
ISBN: 978 3 458 35223 5
Erscheinungsjahr: August 2008
Format: Taschenbuch, 299 Seiten
Preis: 10 €

Erhältlich unter Amazon und Thalia.